Eine Ofenregelung
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Die Feuerstätte im Zentrum des Wohnraums
Die...Fotos: Kutzner + Weber, Maisach
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Für die Umsetzung verantwortlich
So sollte die... -
Das Grundpaket
Es besteht aus Regeleinheit mit... -
Die Schaltzentrale
Hier laufen sämtliche... -
Einstellung und Kontrolle
Anheizen ist mit nur...
Der holzbeschickte Kamin- oder Kachelofen zählt zu den Lieblingsstücken in deutschen Wohnungen. Neben den gestalterischen Aspekten schauen die Betreiber zunehmend auf die Wirtschaftlichkeit einer Anlage. Ziel ist es dann, die Heizungsgesamtkosten mit Hilfe des nachwachsenden Rohstoffs Holz deutlich zu senken. Damit die Sicherheit in jeder Betriebssituation gewährleistet ist, sollte man eine intelligente Ofenregelung integrieren.
Der Verbrennungsvorgang vom Anheizen über den Abbrand bis zum Verlöschen des Feuers unterliegt Schwankungen und kann dadurch in seiner Qualität beeinflusst werden. So wirkt sich die Veränderung bei der Zuluft ebenso aus wie drucktechnische Komponenten (Dunstabzugshaube oder kontrollierte Wohnungslüftung). Auch die Wind- und Wetterverhältnisse am Schornstein sorgen für Abweichungen vom wünschenswerten Abgasstrom. Aufgabe der Ofenregelung ist es, diesen Auswirkungen entgegenzusteuern.
Gute Planung
Zunächst mussten anhand der architektonischen Vorgaben alle Informationen zusammengetragen werden. Dazu nahm der Fachmann als verantwortlicher Planer Kontakt zum Bezirksschornsteinfegermeister auf. Als wichtiges Kriterium war sicherzustellen, dass der Unterdruck im Raum die 4 Pa-Marke nicht unterschreitet. Daher wurde der Zuluftführung viel Aufmerksamkeit geschenkt. Bis zur zweiten Etage kommt die Zuluft von unten: Mit leeren Mantelsteinen wurde ein Schacht errichtet, der eigentliche Schornstein beginnt erst in der Wohnung selbst. Ab der dritten Etage wird die Zuluft von oben geholt. Das geschieht mittels zweizügiger Schornsteine mit separatem Zuluftkanal.
Überwachung im Sekundentakt
Ausgangspunkt für das Wirken der Ofenregelung ist die kontinuierliche Kontrolle der Abgastemperatur und -geschwindigkeit. Der Sensor, ausgelegt für eine maximale zulässige Abgastemperatur von 700 °C, wird dafür möglichst nah am Gerätestutzen platziert. Im Abgasrohr erkennt er die aktuelle Betriebssituation und meldet die Werte an den Prozessor in der Regeleinheit. Hier findet der Vergleich mit den gespeicherten optimalen Bedingungen statt. Alle Abweichungen werden registriert und über Befehle an die angeschlossenen Komponenten den gewünschten Daten angeglichen. Dieser Vorgang wiederholt sich bis zu zwölf Mal in der Minute.
Marion Paul-Färber,
Holzhausen
Die automatische Ofenregelung kann an alle gängigen handbeschickten Festbrennstoff-Feuerstätten angeschlossen werden. Ihr Einsatz gewährleistet einen sicheren und optimierten Abbrand, unabhängig von äußeren Einflüssen. Weiterhin bewirkt die Ofenregelung eine deutliche Effizienzsteigerung – mit der gleichen Menge Holz kann länger Wärme erzeugt, der Heizwert des Holzes besser ausgeschöpft und die Emissionswerte verringert werden. Neben diesen wirtschaftlichen Aspekten überzeugt das Gerät durch die höhere Betriebssicherheit und die komfortable Nutzung.







