Elefantengras und Kooperationen
-
Eigene Ernte
Ingo Stöver inmitten seines... -
6000 l Heizöl pro Hektar
Das Miscanthus-Hackgut aus... -
Anlagenschema online
Die Werte der eigenen... -
Kundenwirksam
Der Heizungskeller im eigenen... -
Dipl.-Ing. Ingo Stöver
„Wir können in die... -
Blickfang
Das Solardach neben dem Firmengebäude... -
Wärmepumpe „EVI“
Auch im Bereich Wärmepumpen... -
Elefantengras
Der nachwachsende Rohstoff...
Was macht einen Handwerksbetrieb so besonders, dass ihm der Buchautor Dr. Franz Alt und der Grünen-Politiker Reinhard Bütikofer einen Besuch abstatten? Dass ihm der Hamburger Solarpreis verliehen wurde? Dass er auf der Hannover Messe zu einer Podiumsdiskussion mit Niedersachsens Umweltminister Hans-Heinrich Sander eingeladen wurde? Die Firma Stöver Haustechnik aus Himmelpforten ist ein Vorzeigebetrieb, der voll auf erneuerbare Energien setzt und damit einen beachtlichen Erfolg hat. Und das Beste daran – von dem erfolgreichen Konzept des Handwerksbetriebs können auch andere Handwerker bundesweit profitieren.
Aus der Vergleichbarkeit herauskommen
Aber damit nicht genug: Ingo Stöver möchte sein erfolgreiches Firmenkonzept auch anderen Handwerksbetrieben im Rahmen eines Franchisekonzepts anbieten. „Unser Konzept funktioniert schon im Kleinen. Und es kann mit anderen Betrieben noch deutlich ausgebaut werden. Alle würden von einer solchen partnerschaftlichen Zusammenarbeit profitieren“, behauptet Ingo Stöver zuversichtlich. „Das große Ziel in wirtschaftlich schwierigen Zeiten muss für Handwerksbetriebe lauten, dass man aus der Vergleichbarkeit zu anderen Betrieben herauskommt. Uns ist dies bereits gelungen“.
Solarspezialist
Der Schwerpunkt liegt allerdings im Bereich Erneuerbare Energien und es gibt sicher wenige Handwerksbetriebe in Deutschland mit einem so breit gefächerten und in die Tiefe gehenden Know-how in diesem Segment. So ist die Stöver GmbH z.B. BUSO-Gründungsmitglied. BUSO (/www.buso.de:www.buso.de "> www.buso.de ) steht für Bund Solardach eG und die Mitglieder sind auf Solar- und Energietechnik spezialisierte Betriebe, die mit dem BUSO-Solardach eine Spezialkonstruktion zur Dachintegration anbieten. Hinzu kommen spezielle Solar-Wärme-Übertragungsstationen, Pufferspeicher, Frischwassermodule und die erforderliche Regeltechnik. Weiter ist die Stöver GmbH eines von 150 Mitgliedern im Sonnenhaus-Institut e.V. (/www.sonnenhaus-institut.de:www.sonnenhaus-institut.de "> www.sonnenhaus-institut.de ), das die Entwicklung und Verbreitung weitestgehend solar beheizter Gebäude vorantreibt und das mit der Sonnenhaus-Architektur und dem Sonnenhaus-Heizkonzept die Wärme für ein Gebäude zu 100 % regenerativ erzeugt.
Spezielles Fach-Know-how für Wärmepumpen und Festbrennstoffe
Doch nicht nur die Solartechnik, sondern auch die Wärmepumpentechnik beherrschen die Stövers aus dem Effeff. Und auch in diesem Segment haben sie es geschafft, aus der Vergleichbarkeit zu anderen Betrieben herauszukommen. Zwar haben sie hier Standardprodukte bekannter Hersteller im Programm, aber in Kooperation mit dem ebenfalls auf erneuerbare Energien spezialisierten Handwerksbetrieb Gemeinhardt aus Bayern (/www.gemeinhardt.ag:www.gemeinhardt.ag "> www.gemeinhardt.ag ) wird auch das Wärmepumpensystem „EVI“ angeboten. „EVI“ ist eine neue Generation leistungsfähiger und sparsamer Wärmepumpen-Heizsysteme (Luft/Wasser) und wurde mit technischen Komponenten der Firma Mitsubishi Electric (/www.mitsubishi-electric-aircon.de:www.mitsubishi-electric-aircon.de "> www.mitsubishi-electric-aircon.de ) extra für unsere kalte Klimaregion weiterentwickelt. Übergabestation und Regelung sind von Gemeinhardt selbst entwickelt und optimal aufeinander abgestimmt. Was beim Know-how-Transfer im Bereich Wärmepumpentechnik von Bayern Richtung Norddeutschland funktioniert, klappt in Gegenrichtung im Bereich Festbrennstoffheizung. Hier wiederum ist Stöver Haustechnik – bzw. die hierfür gegründete eigene Firma IBS Engeneering – absoluter Profi und für den Hersteller Hargassner (/www.hargassner.at:www.hargassner.at "> www.hargassner.at ) Vertriebspartner in Norddeutschland. „Dies sind alles intelligente Produkte mit einer hohen Wertschöpfung für unsere Kunden“, so Ingo Stöver.
Brennstoff vom eigenen Feld
Und bei allem geht man mit gutem Beispiel voran und sorgt auch dafür, dass dies möglichst vielen bekannt gemacht wird. Das eigene Firmengebäude in Himmelpforten ist ein Musterbeispiel für die intelligente Verknüpfung erneuerbarer Energien. Hier sorgen eine 50 m² große Solaranlage (aufmerksamkeitsstark installiert auf einem Haus direkt an der dicht befahrenen Landstraße), ein Pelletkessel (23 kW), ein Hackgutkessel (100 kW) und ein Puffer (1000 l) für die nötige Wärme in Ausstellung, Büros und Lager. Kunden, die den Betrieb besuchen, können sich die Anlage anschauen und im Internet-Auftritt findet man unter „Referenzen“ eine Kurzbeschreibung und ein Schema der Anlage mit dem besonderen Clou, dass die aktuellen Werte der Solaranlage und des Heizkessels online einzusehen sind.
Die Botschaft hinaustragen
Die intelligente Kombination ausgereifter Produkte ist aber nur das eine – wirtschaftlicher Erfolg stellt sich nur ein, wenn man diese als Handwerksbetrieb mit geschultem Verkaufsgeschick vermarktet. Ingo Stöver ist sich sicher: „Wir müssen die Botschaft hinaustragen. Auf uns kommt sonst keiner von sich aus zu, um eine Anlage installiert zu bekommen.“ Logische Konsequenz ist daher die Einstellung von zwei Profiverkäufern, die gezielt Gewerbekunden angehen sollen. Die so akquirierten Aufträge sollen dann von dem neu eingestellten Vertriebsingenieur – unterstützend zur Ingenieurleistung von Ingo Stöver – umgesetzt werden. Und die bislang umgesetzten Projekte können sich wahrlich sehen lassen und wurden auch schon entsprechend gewürdigt. Für eine intelligente Kombination aus Solartechnik und Hackgutheizung erhielt Ingo Stöver vor zwei Jahren den Hamburger Solarpreis. Ihm war es gelungen, die Heizkosten eines Industriekunden um stolze 79 % zu reduzieren. Ein Energiekonzept für die bekannte Firma Edding, das gerade ausgearbeitet wird, bringt dem Kunden satte 62 % Energieeinsparung (entspricht 95 000 € Kostenreduzierung) pro Jahr. Diese Zahlen sprechen für sich und das Gespräch bei Kunden ist daher ganz schnell weg von den Kosten für Produkte und Arbeitslohn und dreht sich fast nur noch um künftige Energiekosteneinsparungen.
Keine Perlen vor die Säue werfen
„Wenn das so gut funktioniert, warum machen das dann nicht mehr Firmen?“, wollte jüngst der Niedersächsische Umweltminister Heinrich Sander auf der Hannovermesse von Ingo Stöver wissen. Wer zum Ziel will, muss allerdings auch den Weg kennen. Ingo Stöver kennt den Weg und ist bereit, andere Betriebe auf diesem Weg mitzunehmen: „Das Zusammenspiel der verschiedenen technischen Komponenten habe ich tiefgehend durchstrukturiert und aufeinander abgestimmt. Man muss nur noch die objektspezifischen Gegebenheiten kennen. Hierfür habe ich eine eigene Simulationssoftware entwickelt, die für einen Kunden in kürzester Zeit aussagekräftige Präsentationsunterlagen erstellt – inklusive Schema, Stückliste und parametrierter Regelung. Das ist ein Klacks! Und dann könnte ich mit dem Konzept in die Massenproduktion gehen und Hunderte Projekte abwickeln. Ausführen kann ich natürlich nicht alle.“ Hierfür benötigt er Unterstützung durch andere Betriebe, die im Rahmen eines Franchisevertrags die Produkt- und Verkaufsstrategie adaptieren wollen. „Einzige Gegenleistung, die ich erwarte, ist, dass das Franchise-Konzept auf fruchtbaren Boden fällt und ich nicht Perlen vor die Säue werfe. Partner müssen bereit sein, das Konzept intensiv umzusetzen, sich schulen zu lassen und in eine Verkaufsmannschaft zu investieren.“ Kundenklientel der Partnerbetriebe sollten einerseits Gewerbekunden – wie oben beispielhaft beschrieben – sein, andererseits Endkunden, denen Einfamilienhäuser errichtet werden könnten, die mit 40 € Jahresheizkosten auskommen. Ingo Stöver hat schon mit einigen anderen Handwerksbetrieben in der Region zusammengearbeitet und das Feedback war überaus positiv. „Die Vorarbeit, die ich geleistet habe, kam diesen Betrieben sehr zugute und deren Margen sind hervorragend gewesen. Wir stellen z.B. für Solaranlagen alle Komponenten zusammen – ein Karton mit Regelungstechnik und Sensorik, ein Karton mit Solarhydraulik und einer mit Heizungshydraulik. Das ist dann nur noch so wie der Zusammenbau eines Lego-Autos nach Anleitung“, argumentiert Ingo Stöver. „Mit anderen Betrieben funktioniert die Vorgehensweise im Bereich Festbrennstoffheizung – oder als Kombination aus beidem. Es läuft alles schon im Kleinen und könnte bundesweit ausgebaut werden. Profitieren würden alle Beteiligten.“
Autor: Christoph Brauneis, Gütersloh
Fazit
Ob nun mit Elefantengras, Solaranlagen oder kompletten energetischen Sanierungen – die Stöver GmbH kennt den Weg, um den eigenen wirtschaftlichen Erfolg durch ökologisch und ökonomisch sinnvolle Konzepte für ihre Kunden zu sichern. Und man ist bereit, andere Betriebe auf dem Weg zu unterstützen.
Zitat
Ingo Stöver: „Es läuft alles schon im Kleinen und könnte bundesweit ausgebaut werden. Profitieren würden alle Beteiligten.“







