Gebäudeautomation
-
Abb 1: Kostenbewusstsein
Die Darstellung der...Fotos: WDV Molliné
-
Abb 2: Einfacher Aufbau
Das KNX-System überzeugt... -
Abb 3: Zentrale Datenverarbeitung
Die Kommunikation... -
Abb 4: Grafische Übersicht
Der Vergleich der... -
Abb 5: Flexible Steuerung
Jedes KNX-Modul lässt... -
Abb 6: Einfach im Austausch
Die KNX-Module von...
Seit dem 1. Januar 2010 ist die „intelligente“ Verbrauchsmengenerfassung – das Smart Metering – auch in Deutschland unter bestimmten Voraussetzungen verpflichtend. Das steht im Energiewirtschaftsgesetz. In der Praxis wird das damit verbundene Potential an möglichen Energieeinsparungen bislang jedoch nur unzureichend ausgenutzt. Und dies, obwohl in vielen Liegenschaften die Aufrüstung durch entsprechend „smarte“ Wasser-, Wärme- und Kältemengenzähler mit KNX-Technologie oft vergleichsweise einfach umsetzbar ist.
Gut Ding will Weile haben; gerade im Wechselspiel zwischen europäischen und nationalen Regelungen: Bereits 2006 wurde z. B. die EU-Richtlinie 2006/32/EG „über Endenergieeffizienz und Energiedienstleistungen“ beschlossen. Sie verlangt die Einführung individueller Verbrauchszähler, an denen der Endkunde seine tatsächlichen Verbräuche und Nutzungszeiten direkt ablesen kann – wenn die Einführung technisch und wirtschaftlich vertretbar ist. Mittlerweile ist die EU-Direktive auch nationales Recht (Energiewirtschaftsgesetz; EnWG) und seit 2010 in Kraft – doch noch lange nicht in der Praxis durchgesetzt.
Smart Metering
Die Gründe dafür sind aus Sicht der Verbraucher und der Energiewirtschaft umso schwerer nachvollziehbar, als der individuelle und gesellschaftliche Nutzen des Smart Metering unstrittig ist:
Bei näherer Betrachtung – nämlich der Frage einer praxisorientierten Umsetzung – hellt sich der Hintergrund für diese Zurückhaltung jedoch auf. Die flächendeckende Umsetzung des Smart Meterings ist trotz des verbundenen Potentials für Fachplaner, Fachhandwerker, Facility-Dienstleister und Objektbetreiber danach vor allem aus fünf Gründen blockiert:
Eine praxisgerechte Lösung stellen daher auf dem KNX-System basierende Wasser- , Wärme- und Kältemengenzähler dar, die als „Sensoren“ über einen Netzwerkkoppler mit integriertem KNX Facility Web weltweit via Internet im http- oder FTP-Protokoll nicht nur ausgelesen und ausgewertet, sondern bidirektional sogar gesteuert werden können (Abb 2).
„Intelligenz“ aufgeteilt
Ermöglicht wird diese einfachere Struktur durch die geschickte Verteilung der „Intelligenz“ auf die KNX-Module, den Netzwerkkoppler und die internet-basierende Datenübertragung und -auswertung:
Umfassende Datenbasis
Die Datenbasis, die von den KNX-Modulen z. B. aus den Wasser-, Wärme-, Strom- und Gasinstallationen über entsprechende Mengenzähler bzw. Fühler zur Verfügung gestellt wird, ist umfassend: So lassen sich mit Facility Web neben den Zählerwerten auch Schaltzustände und Sensorwerte erfassen und über ein Visualisierungstool, wie den Energy Analyzer, grafisch darstellen.
Welche Betrachtungszeiträume (Tages-, Monats- oder Jahresauswertungen; Langzeitaufzeichnung bis 10 Jahre) gewählt werden, hängt von der Aufgabenstellung ab:
Breites Anwendungsfeld
Das Potential der KNX-Systeme in der Gebäudeautomationstechnik auf die meist diskutierten Themenkreise Mengenerfassung und -auswertung zu reduzieren, greift aber gerade in den Bereichen Strom und Wärme zu kurz: Ebenso einfach wie in den bekannten Anwendungen der Grundversorgung mit Strom, Gas, Wärme und Wasser lassen sich die „kommunikativen Module“ auch in die immer komplexer werdenden Anlagenkonstellationen mit Nutzung regenerativer Energien einbinden. Wie breit das dafür zur Verfügung stehende „technische Instrumentarium“ mittlerweile ist, spiegelt sich in Preisliste und Lieferprogramm von WDV/Molliné (www.molline.de) für 2012 wieder. Neben dem umfangreichen Sortiment vor allem an „konventionellen“ Wasser- und Wärmemengenzählern inklusive Zubehör deckt ein komplettes Kapitel ausschließlich den Bereich KNX-Installationen ab.
Fazit
Der Aufbau eines hocheffizienten Gebäudeautomationssystems ist mit Einführung des Smart Metering auf KNX-Basis wirtschaftlicher geworden. Die zur Mengenerfassung notwendigen Module entsprechen den „analogen“ Geräten, sind also im Rahmen von Sanierungen durch das Fachhandwerk ohne zusätzlichen Aufwand einfach zu montieren (Abb. 6). Gleiches gilt für die nur zweiadrige Anbindung an einen zentralen Netzwerkkoppler sowie – im übertragenen Sinne – für die über alle eingeführten Kanäle mögliche Datenübertragung (z.B. Koax, WLAN, ISDN oder UMTS) und die internetbasierende Datensammlung und -auswertung mit Facility Web. Darüber hinaus ist der Energieaufwand für diese Variante der Gebäudeautomation mit nur etwa 150 mW je Buskoppler so gering, dass sich durch die unmittelbar zu realisierenden Einsparungen sowohl die Gestehungs- wie die Betriebskosten zeitnah amortisieren.
Frank Molliné,
WDV/MOLLINÉ GmbH,
Stuttgart






