Gegen Produkt- und Markenpiraterie
Der gefürchtete Negativpreis „Plagiarius“ wurde am 12. Februar 2010 auf der Frankfurter Konsumgütermesse „Ambiente“ zum 34. Mal verliehen. „Ausgezeichnet“ wurden Hersteller und Händler besonders dreister Plagiate. Trophäe des von Prof. Rido Busse initiierten Preises ist ein schwarzer Zwerg mit goldener Nase – als Symbol für die exorbitanten Gewinne, die die Produktpiraten sprichwörtlich auf Kosten innovativer Unternehmen erwirtschaften.
Inhaltlich müssen auch von Herstellerseite einerseits die Risiken und Schäden von Produkt- und Markenpiraterie thematisiert werden, und andererseits deutlicher als bisher der Wert von Originalwaren (Stichwort Preis-Leistungs-Verhältnis) kommuniziert werden. Es gilt, den Verbraucher zu überzeugen. Der vermeintlich hohe Preis des Originals muss nachvollziehbar sein, dann sind die Kunden auch bereit, ihn zu zahlen.
Schadensschätzung
Der Schaden durch Plagiate und Fälschungen lässt sich nur schwer beziffern. Die jährlichen Statistiken des Zolls vermitteln aber einen soliden Eindruck, welch gigantische Dimension diese Form der Wirtschaftskriminalität inzwischen angenommen hat. Allein an den EU-Außengrenzen haben Zollbeamte in 2008 mehr als 178 Mio. rechtsverletzende Artikel sichergestellt. Eine Zunahme um mehr als 100 % im Vergleich zum Vorjahr.
Praxisnahe Sensibilisierung im Museum Plagiarius
Das Museum Plagiarius in Solingen zeigt seit 2007 mittlerweile mehr als 350 Originale und Plagiate aus unterschiedlichsten Branchen im direkten Vergleich. Am 25. April 2010 gibt es einen Aktionstag, um die verheerenden Auswirkungen und Risiken von Produkt- und Markenpiraterie für Verbraucher greifbar und nachvollziehbar zu machen (www.plagiarius.com)

Der Negativpreis Plagiarius
Plagiarius 2010





