Impulse für die Kundenberatung
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Heizungstausch vor Dämmung
Für eine Dämmung müssen... -
Im Austausch
Reine Dämmmaßnahmen amortisieren sich... -
CO2-Emissionen verhindern
Hausbesitzer müssen bei... -
Lohnend
Eine Kombination aus Erdgas-Brennwert und...
Heizungstausch oder Wärmedämmung – wofür sollen sich Immobilienbesitzer entscheiden? Beide Maßnahmen sind sinnvoll, um Nebenkosten und Energiebedarf eines Hauses zu senken. Bei den meisten Haushalten steht allerdings nur ein begrenztes Budget für die Modernisierung des Eigenheims zur Verfügung. Um sich entscheiden zu können, sind Hausbesitzer auf eine gute und umfassende Beratung angewiesen. Erster Ansprechpartner sind die Fachbetriebe des SHK-Handwerks.
Mit dem IEU-Modernisierungskompass erhält das SHK-Handwerk eine Argumentationsgrundlage für Kundengespräche. Die Studie, die von der Initiative Erdgas pro Umwelt (IEU) in Zusammenarbeit mit dem Institut für technische Gebäudeausrüstung (ITG) Dresden erstellt wurde, untersucht 16 Varianten der Heizanlagentechnik und zeigt, welche Energie- und damit letztlich Kostenersparnis die Kunden erwarten können. Eines der grundlegenden Ergebnisse gleich vorab: Während sich eine Dämmung erst nach fast 40 Jahren amortisiert, zahlt sich der Tausch der Heizanlage unter Umständen bereits nach weniger als fünf Jahren aus.
Argument 1: Den Kosten-Nutzen
Faktor ins Bewusstsein rücken
Für den Immobilienbesitzer hat der Austausch der alten Heizanlage ein primäres Ziel: den Brennstoffverbrauch und somit die Heizkosten zu verringern. Dafür ist allerdings eine hohe Anfangsinvestition in eine neue Heizanlage notwendig.
Um diese Hemmschwelle zu senken, sollte der Kundenberater dem Immobilienbesitzer verdeutlichen, wann dieser sein eingesetztes Geld über die effizienter arbeitende Anlage zurückbekommt. Somit ist neben den verringerten Heizkosten die Amortisationszeit eines der Hauptargumente bei der Kundenberatung. Für beide Nenngrößen gibt der IEU-Modernisierungskompass detaillierte Werte an. Anhand der Daten kann eine realistische Aussage getroffen werden, wann der Eigentümer mit seiner Heizungsanlage in die Gewinnzone eintritt.
Bei den baulichen Maßnahmen waren die EnEV-konforme Außendämmung und der Austausch von Bauteilen wie Fenster und Türen im Blick. Auf Anlagenseite wurden acht Modernisierungsvarianten marktreifer Heiztechnologien betrachtet, von Erdgas- und Öl-Brennwerttechnik über die Kombination mit Solarthermie bis hin zu rein regenerativen Lösungen wie Holzpellets und Luft-Wasser-Elektrowärmepumpen. Es zeigte sich, dass allein der Wechsel zu effizienter Brennwerttechnik bereits eine Energieeinsparung von durchschnittlich 34 % ermöglicht. Dieser Wert kann durch die Kombination mit einer solarthermischen Anlage im Schnitt auf bis zu 46 % gesteigert werden.
Argument 2: An das „grüne Gewissen“ appellieren
Neben dem Kostenfaktor gibt es mit dem „grünen Gewissen“ ein zweites, wenn auch schwächeres Argument für das Kundengespräch. Das Bewusstsein für Umwelt und Klima ist bei großen Teilen der Bevölkerung heute fest verankert und kann für die Neukundenakquise gezielt genutzt werden. Der SHK-Handwerker sollte potentiellen Kunden verdeutlichen, dass sie bereits mit geringen Investitionen einen großen Effekt für Umwelt und Klima erzielen können. Bei der Erdgas-Brennwerttechnik fallen beispielsweise lediglich 0,94 € an Investitionskosten an, um 1 kg CO2 einzusparen. Die CO2-Einsparung erhöht sich zusätzlich, wenn die Brennwerttechnik mit Solarthermie kombiniert wird. Das Heizen mit Bioerdgas, wie es inzwischen alle großen Energieversorger anbieten, verbessert die CO2-Bilanz weiter. Geringe Investitionskosten und gleichzeitig ein gutes Gewissen – mit dieser Kombination können Kundenberater umweltbewusste Immobilienbesitzer überzeugen.
Argument 3: Potential auch
ohne Förderung darstellen
Die Ergebnisse des Modernisierungskompasses zeigen deutlich: Regenerative Energiesysteme sind in der Regel teurer als die bewährten Heiztechnologien. Dies gewinnt bei der Kundenberatung aufgrund der Kürzungen bei staatlichen Förderprogrammen an Bedeutung.
Der IEU-Modernisierungskompass kann unter www.ieu.de kostenfrei heruntergeladen werden.







