VdZ stellt sich den neuen Herausforderungen
Auf Basis solider Finanzen sowie mit einem kontinuierlich weiterentwickelten Projektmanagement blickt die Vereinigung der deutschen Zentralheizungswirtschaft e. V. (VdZ) gut gerüstet in die Zukunft. Auf ihrer Mitgliederversammlung am 17. Juni 2009 entlasteten die der VdZ angeschlossenen Verbände das Präsidium und die Geschäftsführung für die geleistete Arbeit. Die kommenden Herausforderungen – nicht zuletzt wegen der sich eventuell noch stärker auf die Konjunktur auswirkende Finanzkrise – sind allerdings hoch. Doch war man sich in der von VdZ-Präsidentin Barbara Wiedemann geleiteten Sitzung einig, dass die zum Teil ganz unterschiedlichen Stärken und Kompetenzen in der VdZ nach wie vor der Schlüssel zum weiteren Erfolg der gesamten Heizungs-, Klima und Lüftungsbranche sind.
Der Austritt des BDH (Bundesindustrieverband Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik e. V.) aus der VdZ wurde von den Mitgliedern bedauert und für das Gesamtbild der Branche als Nachteil dargestellt. Dennoch sei die Branche mit ihrem umfassenden Know-how im SHK-Fachhandwerk, im SHK-Großhandel, in der Gebäude- und Klimatechnik, bei Pumpen, Systemen und Armaturen sowie der Gebäudeautomation davon überzeugt, die anstehenden Themen und Aufgaben der Branche in Öffentlichkeit und Politik kompetent vertreten zu können. „Die politischen Vorgaben aus Berlin und Brüssel sind bekannt, und wir haben als Branchenverband dafür auch nach wie vor die zielführenden Antworten und Lösungen parat, auch wenn in Berlin aus unserer und aus Verbrauchersicht inhaltlich noch nicht alles Gold ist was glänzt“, sagte VdZ-Präsidentin Barbara Wiedemann.
So seien auch mehrere Verbände daran interessiert, in die VdZ einzutreten und an der Erreichung der Branchenziele konstruktiv mitzuarbeiten. Mit der Fortführung der erfolgreichen Verbraucherkommunikation „Intelligent heizen“ sowie mit dem noch sehr hohen CO2-Optimierungspotenzial im Gebäude- und Klimabereich, sei das Leistungspotenzial der Branche zum Beispiel im Hinblick auf das Erreichen der klimapolitischen Ziele der Bundesregierung noch nicht ausgereizt.
Insgesamt 18 Projekte beinhaltet derzeit das VdZ-Projektmanagement. Ob es um normungstechnische Projekte, den Schallschutz, die Systemoptimierung von Heizungsanlagen, den Energieausweis oder um Heizkosten- und Systemvergleiche geht, an allen Projekten sind die VdZ-Mitglieder beteiligt und liefern wertvolle inhaltliche Beiträge. Darunter befindet sich auch die Erstellung der in der Fachwelt und bei Verbrauchern sehr beliebten VdZ-Broschüren zu den Themen Energieausweis, Systemoptimierung, Brennwert und Solarthermie, zum Marktanreizprogramm, zur fachgerechten praktikablen Umsetzung des Heizungs-Checks und zu den im Markt immer interessanter werdenden Wärmepumpen. Aktuelle, weil zukunftsrelevante, Projekte wie Heizen 2020, Kühlung in Nichtwohngebäuden sowie die Klassifizierung der Wohnungslüftungssysteme zählen ebenso zu den aktuellen Themen der VdZ. Ein besonderes Augenmerk wird auch auf die Untersuchung der Nah- und Fernwärmenetze gelegt. Hier geht es darum, Anschluss- und Nutzungszwecke sowie Systemvergleiche zur Effizienz des Ausbaus gegenüber der Politik bewerten zu können. „Das Projektmanagement ist deshalb sehr erfolgreich, weil es durch die Bündelung der vielschichtigen Kenntnisse der Branche aber auch Politik und Verbrauchern einen enormen Zusatznutzen bringt“, kommentiert Horst Eisenbeis, Geschäftsführer der VdZ, die auf Innovation und Kontinuität bauende Projektarbeit.
Aktuelles Beispiel ist der in 2008 bundesweit gestartete Heizungs-Check, der sich durch die Entwicklungsarbeiten der VdZ und durch das SHK-Fachhandwerk längst als Branchenbewegung im Markt etabliert hat. Das Interesse am Heizungs-Check sei jetzt auch bei der Politik erwacht. Mit stetig wachsenden Kontaktzahlen und Interessenten für das Thema Heizungsmodernisierung präsentiert sich die VdZ-Informationskampagne „Intelligent heizen“ für Verbraucher. Horst Eisenbeis führt die sehr positive Entwicklung vor allem auf folgende Aspekte zurück: „Auf www.intelligent-heizen.info bieten wir markenneutrale Informationen zu moderner und effizienter Heiztechnik, die Verbrauchern und Medien einen guten Einstieg in ein sehr technisches Thema liefern.“ Aber auch eine aktuelle Fördermitteldatenbank, die SHK-Fachhandwerkersuche und die VdZ-Broschüren zu aktuellen Themen rund um die Heizungsmodernisierung sind es wert auf die Seite zu schauen.




